„Unterwasser Rugby – Das (un)bekannte Wesen“

Unterwasser Rugby wird von zwei Mannschaften im Tauchbecken des Schwimmbads gespielt: Pro Mannschaft sechs SpielerInnen im Wasser und sechs weitere außerhalb des Beckens – bereit für einen fliegenden Wechsel. Ziel ist es, den Ball in das gegnerische Tor zu bringen. Nur der/die SpielerIn im Ballbesitz darf festgehalten werden und selbst andere festhalten. Diese Sportart gilt als einzige dreidimensionale Mannschaftssportart weltweit und wird in ca. 25 Ländern gespielt.
   

Das Becken ...

Das Spielfeld ist ca. 15 m lang, 12 m breit und rund 4,5 m tief. Neben dem Spielfeld ist die 2 m breite Wechselgasse für das gefahrlose Einwechseln der SpielerInnen. Die genauen Maße richten sich aber nach den örtlichen Gegebenheiten des Schwimmbades.

 

Die Wechselbank ...

An jeder Kopfseite des Spielfelds steht eine Wechselbank für die betreffende Mannschaft. Sie bietet Platz für maximal sechs SpielerInnen. Auf der Bank dürfen nur aktive SpielerInnen sitzen.

   

Die Strafbank ...

Gegenüber der Wechselbank steht an jeder Kopfseite eine Straf­bank, auf der eventuell auffällig gewordene SpielerInnen ihre zweiminütige Zeitstrafe absitzen müssen.

 

Der Ball ...

Für das Spiel wird ein runder Ball aus Gummi benutzt, der prall mit Salzwas­ser gefüllt ist, sodass er im Süßwasser sinkt. Der Ball, der etwas größer als ein Handball ist, ist dadurch so schwer, dass man damit Pässe bis zu 2 m Entfernung spielen kann. Es ist jedoch verboten, den Ball aus dem Wasser zu heben.

   

Die Tore ...

bestehen aus zwei starren Körben in der Art von Basketballkörben. Sie sind gegenüberliegend am Beckengrund an der jeweiligen Wand der Kopfseite verankert.

 

Die Mannschaft ...

Ein Team besteht aus 15 SpielerInnen, von denen sich sechs im Wasser und sechs auf der Wechselbank befinden. Drei weitere sind ErsatzspielerInnen.

   

Die Offiziellen (Die Schiedsrichter) ...

Das Spiel wird von drei Offiziellen überwacht und geleitet. Der/Die SpielleiterIn steht am Beckenrand und zwei mit Pressluftflaschen ausgerüstete SchiedsrichterInnen befinden sich im Spielfeld, sie signalisieren mit „Unterwasser- Autohupe“ und Handzeichen ihre Entscheidungen.

 

Die Ausrüstung ...

besteht aus Flossen, Tauchermaske und Schnorchel, sowie einer Kappe mit Ohrenschutz, wie sie auch beim Wasserball verwendet wird.

   

Die Strafen ...

Strafwürdig sind Vergehen wie: Halten eines Spielers ohne Ball, den Gegner an seiner Ausrüstung festhalten, sich am Tor festzuhalten oder überhartes Spiel (schlagen, treten, stoßen und beißen). Es ist jedoch erlaubt, einen Spieler mit Ball zu halten und ihm den Ball durch Krafteinsatz zu entwenden.

 

Der Strafstoß ...

Bei einem schwerwiegenden Regelvergehen oder Torraub wird ein Strafstoß (Penalty) ausgeführt. Dabei hat ein Spieler der gefoulten Mannschaft 45 Sekunden Zeit, gegen nur einen Torverteidiger ein Tor zu erzielen.

© - Fotos mit freundlicher Genehmigung von Heinz Toperczer und Leonhard Neunteufel